flagsepflag
Log In

Yummy, yummy - Yamswurzel

Yummy, yummy - Yamswurzel
Yummy, yummy - Yamswurzel
Autor:  
yvonne
Datum:   
26.Januar 2012
Kategorie:  
Kochen

Wie es manchmal so ist, man hat einen Plan im Kopf und es scheint einem dabei wichtiger, diesen durchzusetzen, als dass er wirklich aufgeht. Mein Plan war: Ich gehe zuerst zum Asiaten, schaue, ob sie Yams haben, andernfalls gehe ich zum Gemüsehändler dort um die Ecke. Und wie es mein Plan eigentlich schon einkalkuliert hatte, beschlich mich - kaum habe ich den Laden betreten - das Gefühl: Hier findest du bestimmt keine Yams. Kaum gedacht, nervte ich mich schon darüber: hätte ich das nicht gedacht, würde ich hier vielleicht Yams finden! Quasi Instinkt vs. Gedankenkraft. Aber der Plan musste ja sorgfältig durchgeführt werden. Ich schlich also zuerst durch den ganzen Laden, möglichst die Gemüseabteilung vermeidend – sei es, weil ich hoffte, die Wahrscheinlichkeit, Yams dort zu finden, sei grösser, je mehr Zeit vergeht oder weil ich die Enttäuschung noch ein bischen hinauszögern wollte, ich weiss es nicht so genau. Nachdem ich eine Weile Sojasaucen, gefrorene Fische und Fertignudelgerichte betrachtet habe, näherte ich mich dann doch der Gemüseabteilung, suchte jedoch zuerst nur oberflächlich die Regale ab (es könnte ja immer noch sein, dass ich nicht richtig geschaut habe), bevor dann jedes einzelne Regal vorsichtig geröntgt wurde und die Gewissheit stetig stieg: Hier findest du keine Yams. Welche Enttäuschung! Nun gut, ich liess den Asialaden mit dem Türklimpern hinter mir und wollte schon losmarschieren, als ich auf der anderen Strassenseite Gemüse erblickte –arrangiert vor einem Laden.

„Verfolge deinen Plan, verfolge deinen Plan!“, sprach der Kopf zu mir. Doch dann beschlich mich dieses Gefühl: dort findest du bestimmt Yams. Fast in Trance steuerte ich auf den nicht einkalkulierten Gemüseladen zu, ging ich das Geschäft hinein und was lag direkt vor meiner Nase? Yams!

 

 

Yam Frites:

 

Den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Die Yam zuerst in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden, Schälen, und dann in Streifen schneiden (je nach Geschmack in ganz dünne oder in breitere Streifen). In einer Schüssel Öl; Salz, Cayennepfeffer und (wer mag) Ahornsirup vermischen. Das Verhältnis Öl/Ahornsirup sollte etwas 3:2 sein, also 3 EL Öl, 2 EL Ahornsirup. Die Yamstreifen in der Ölmischung wenden und auf einem Backblech verteilen. In den Ofen schieben und ca. 10 min. (je nach Dicke der Frites) backen, wenden und nochmals ca. 8-10 min. knusprig backen – die Frites sollten eine gold-braune Farbe bekommen.

Dazu passte ein Knoblauch Dip: Knoblauch fein hacken und mit Crème fraiche; Quark oder Mayonnaise mischen, Salzen & Pfeffern. Auch eine scharfe Chilisauce passt hervorragend dazu.

 

Yams als Beilage:

 

Yams eignen sich auch als Beilage zu einem Braten, Poulet oder Fisch - wie etwa Kartoffeln oder Reis. Dafür schneidet man die Yam auch wieder in Scheiben, ca. 4 cm dick, legt sie in eine Pfanne, bedeckt sie mit Wasser, gibt einen Schluck Milch und etwas Salz dazu und kocht sie ungefähr 20 min. bis sie weich sind - dies kann man wie bei der Kartoffel mit einem Messer testen. Das Wasser abgiessen und servieren! 

 

 

 

Yams:

 

Die Yam ist in Südamerika, Afrika und in der Karibik weit verbreitet - wobei mehr als 95% der weltweiten Yam-Ernte in Westafrika eingebracht wird. Dort werden auch regelmässig Yam Festivals abgehalten.

Die Yam ähnelt im Geschmack der Süsskartoffel, im Englischen Sprachraum wird die Süsskartoffel auch oft als Yam bezeichnet – sie sind jedoch nicht miteinander verwandt.

Yam können bis zu 1,5 Meter lang werden und ein Gewicht von bis zu 70 kg erreichen. Die Schale ist fast rindenartig und variiert in der Farbe von dunkelbraun bis hellrosa, das Fleisch kann gelb, weiss oder rosa sein.

Im Unterschied zur chinesischen und japanischen Yam müssen die afrikanischen Yam-Arten vor dem Verzerr gekocht werden, da einige Inhaltsstoffe roh verzerrt krankheitserregend sind.

Die medizinische Yam (dioscorea villosa) wird zur Linderung von Wechseljahrsbeschwerden und PMS eingesetzt – neuerdings wird sie auch als Anti-Aging-Mittel angepriesen.

Yam ist reich an Kohlenhydrate und enthält fast kein Fett – der Proteingehalt ist jedoch verglichen mit anderen Grundnahrungsmitteln relativ klein. Dafür hat sie einen hohen Gehalt an Vitamin B & C, Kalium, Mangan und Ballaststoffen.